Volleyball

Keine optimale Heimpremiere

SV Cappeln – BW Lohne 3:1

(25:13; 22:25; 25:15; 25:23) in 109 min

SV Cappeln – SV Bad Laer 2:3
(25:21; 25:20; 21:25; 12:25; 13:15) in 126 min

Mit einem Sieg und einer Niederlage beendet der SV Cappeln den ersten Heimspieltag in der Verbandsliga. Zumindest gab es bei der 2:3 Niederlage gegen Bad Laer aufgrund der Tie-Breakregelung noch einen Punkt.

Verbandsliga-Saisonstart

Vorbericht und 1. Spieltag:

Im nunmehr 3. Jahr hintereinander in der Verbandsliga hat der SV Cappeln das Image einer „Fahrstuhlmannschaft“ abgelegt und mit dem 4. Platz im Vorjahr ein Ausrufezeichen gesetzt.

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Cappeln gelingt Samstag ein Überraschungscoup. Katharina Ostermann mit überragender Aufschlagbilanz.

Die erste Niederlage brachte der SVC dem hochgehandelten Auswahlteam Niedersachsen/Bremen (U 16) bei und verbuchte nach dem Tie-Break-Sieg zwei wichtige Punkte, um sich vom unteren Drittel der Tabelle abzusetzen.

Dabei sah es im 1. Satz so gar nicht nach einem Sieg für die Cappelner aus, denn nach einer 9:7 Führung spielte man zu vorsichtig weiter und kam mit 13:25 gehörig unter die Räder.

„Das sah gar nicht gut für uns aus, doch für den 2. Satz hatten wir uns mehr Risiko bei den Aufschlägen auf die Fahne geschrieben. Zudem sollten die Aufschläge auf die Ersatzlibera gespielt werden“, gab Coach Ostermann eine neue Route aus. Die etatmäßige Libera vom NWVV-Team wurde noch abends in ihrer Heimmannschaft benötigt, was Cappeln in die Karten spielte.

„Und selten habe ich gesehen, dass meine Anweisungen so konsequent umgesetzt wurden“, schmunzelte Ostermann. Denn in der Folge hatte das Auswahlteam Probleme im Spielaufbau und konnte nicht mehr so druckvoll agieren wie im Satz zuvor. Bis zum 11:10 verlief der 2. Satz ausgeglichen, ehe Katharina Ostermann mit 9 Aufschlägen beinahe den Satz im Alleingang für sich entscheiden konnte. Denn nach dem 20:10 war der Drops für diesen Satz gelutscht und Cappeln konnte sich für den ersten verlorenen Satz mit dem gleichen Ergebnis revanchieren (25:13).

Auch im 3. Satz machte Cappeln viel Druck über die Aufschläge (Katharina Ostermann 10 x und Veronika Möller 5 x) und was die U 16 ins Cappelner Feld zurückbrachte, wurde eindrucksvoll von Hannah Thunert und Judith Theilmann am Netz verwurstet. Während es auf Seiten des NWVV im leiser wurde, drehten die Cappelner Mädels mit Stimmgewalt und Gesangseinlagen richtig auf. Der Lohn war ein 25:11 Satzgewinn.

Im 4. Satz tauschte der NWVV-Trainer zwei Leistungsträger aus, die zumindest gegen den SVC zu fehlerhaft gespielt hatten, und brachte frische Kräfte. Fortan lief es für den Gegner besser.

„Allerdings haben wir auch bei weitem nicht mehr so druckvoll gespielt, monierte Cappelns Trainer das zurückhaltende Spiel seiner Damen. „Da waren wir zu vorsichtig und zu durchsichtig in der Spielweise.“

Da half auch diesmal nicht die Aufschlagserie von Katharina Ostermann, die im Zusammenspiel mit dem eigenen Block aus einem 12:17 ein 19:17 machte, weil man im Anschluss selbst eine Serie kassierte. Zwar konnte Cappeln den ersten Satzball noch abwehren, musste aber mit 23:25 den Satzausgleich hinnehmen.

Der Tie-Break musste entscheiden und Cappeln hatte den größeren Siegeswillen, kämpfte um jeden Ball und hatte mit den einen oder anderen Netzroller auch das Glück auf seiner Seite. Bis zum 5:5 war alles ausgeglichen, als Lena Jansen mit guten Aufschlägen den Satzgewinn vorbereitete (9:5). Der Jubel war dann groß, als man tatsächlich mit 15:9 den Sack zumachte und mit zwei Punkten im Gepäck nach Hause fahren durfte.

Kader: Katharina Ostermann, Veronika Möller, Judith Theilmann, Sonja Heyer, Lena Jansen, Hannah Thunert, Christina Schumacher, Romy Kokenge, Konstantina Tsironis

Cappeln zum zweiten Mal nach Wietmarschen

Der Spielplan mit elf Mannschaften in der Liga führt dazu, dass es zwischen dem SVC und dem SVW kein klassisches Heim- und Rückspiel gibt. So müssen die Cappelner nun zum zweiten Mal bei der Drittliga-Reserve in Wietmarschen antreten.

Vom Papier her wird Cappeln als klarer Favorit gesehen, besteht für den Aufsteiger Wietmarschen bei noch sechs ausstehenden Spielen und einer theoretisch maximalen Punkteausbeute von 18 Punkten wohl nur noch eine kleine Hoffnung auf den Klassenerhalt. „In dieser ausgeglichenen Liga hat der Tabellenletzte schon den Tabellenzweiten geschlagen“, warnt Trainer Ostermann davor, den nächsten Gegner zu unterschätzen.

Allerdings ist der Weg bis zum Relegationsplatz (Platz 7) für die Grafschaftlerinnen noch erreichbar, wenn man zumindest drei Siege holt und Salzbergen nicht mehr gewinnt. „Aber wir sollten nicht auf Wietmarschen schauen, sondern auf unseren Punktestand“, will Ostermann noch mindestens drei Punkte, um selbst nicht noch in den Abstiegsstrudel gerissen zu werden.

Und so ein bisschen schielt man auch noch an die Tabellenspitze….

Aber mit den besten Voraussetzungen reist der SV Cappeln nicht an, hatte man in dieser und letzten Woche doch einige Trainingsausfälle zu beklagen. Zudem droht Libera Sonja Heyer studienbedingt auszufallen.

Kader: Karoline Meyer, Katharina Ostermann, Veronika Möller, Judith Theilmann, (vielleicht Sonja Heyer), Lena Jansen, Hannah Thunert, Christina Schumacher, Romy Kokenge, Konstantina Tsironis und Ida Marie Preut mit Fragezeichen