Volleyball

Cappeln will oben dran bleiben

Am Samstag führt das letzte Cappelner Auswärtsspiel der Saison an die nordrheinwestfälische Grenze. Der SV Alemannia Salzbergen (bei Rheine) ist dann der Gastgeber.

Während sich der SV Cappeln noch Hoffnung auf die oberen Plätze machen darf

Cappeln schlägt den Tabellenführer

Kuriosum in der Verbandsliga: Cappeln schlägt den Tabellenführer aus Emlichheim und rutscht in der Tabelle auf Platz 5 ab. Aber die ersten fünf Mannschaften sind bis auf einen Punkt zusammengerückt und machen das Saisonfinale jetzt richtig spannend.

Volleyball Cappeln: Alles kann, nix muss

Das erste Saisonziel „Nichts mit dem Abstiegskamp zu tun haben“ hat der SV Cappeln bereits vier Spieltage vor Saisonende erreicht. Und bei nur drei Punkten Rückstand auf die Tabellenspitze kann der SVC sogar um die Aufstiegsplätze mitspielen.

Allerdings wären dazu im nächsten Spiel gegen den Aufstiegsanwärter aus Emlichheim ein paar Punkte von Nöten.

„Die Spitze von fünf Mannschaften liegt so dicht zusammen, da kann am Ende der Saison jedes Team ganz oben stehen, zumal die drei vor uns stehenden Mannschaften noch gegeneinander spielen müssen“, hofft Trainer Ostermann natürlich auf einen Sieg seiner Damen.

Allerdings, wenn man das Hinspiel zu Grunde legt, sind die Aussichten auf einen Cappelner Sieg eher unwahrscheinlich, denn da gab es eine herbe 0:3 Niederlage.

„Das dürfte genug Motivation zu sein, um sich zu revanchieren“, glaubt Ostermann an ein ausgeglicheneres Spiel als in der Hinrunde. „Zumal wir mit zuletzt drei Siegen Selbstvertrauen tanken konnten“.

Emlichheim hat von den letzten fünf Spielen immerhin drei verloren und damit die eigentlich sichere Tabellenführung hergeben müssen. Die kann sich die Heimmannschaft im 1. Spiel des Tages gegen den SV Wietmarschen zurückholen, um dann im 2. Spiel auf Cappeln zu treffen.

„Wietmarschen ist eigentlich die einzige Mannschaft, der bisher in der Saison noch keinen Überraschungssieg oder kein -punkt gelungen ist“, hätte Ostermann nichts dagegen, wenn Wietmarschen über sich hinauswachsen würde. „Aber letztendlich müssen wir eh auf uns schauen und nicht auf andere Mannschaften. Wenn wir die Trainingsleistung im Spiel umsetzen können, sollten wir mithalten können. Und wir können ohne Last aufspielen, denn nix muss aber alles kann“.

Kader: Hannah Thunert, Sonja Heyer Judith Theilmann, Veronika Möller, Christina Schumacher, Lena Jansen, Karo Meyer, Katharina Ostermann, Romy Kokenge, Tanja Jansen

Cappeln mit neuen Zielen

Cappeln mit neuen Zielen

Glatter 3:0 Sieg in Wietmarschen

Die Marke „27 Punkte“ für den Klassenerhalt hat der SVC mit dem Sieg in Wietmarschen überschritten. Nun gilt es, sich für die noch anstehenden vier Spiele neue Ziele zu setzten. Da das Spitzenquintett noch untereinander Spiele zu bestreiten hat, ist die Rechnung für den SVC ganz einfach: alle Spiele gewinnen und dann könnte man auf jeden Fall besser in der Tabelle stehen als im letzten Jahr (hier war es Platz 4) oder sogar an die Oberliga-Tür anklopfen.

Auf die angeschlagenen Spielerinnen Konstantina Tsironis, Ida Marie Preut, Verena Trommer und Sonja Heyer musste Cappeln in Wietmarschen verzichten. Dafür war Tanja Jansen nach Bänderriss und dreimonatiger Pause erstmalig wieder von der Partie.

„Neben den drei Punkten hat es mich für Tanja richtig gefreut, dass es mit so wenig Training schon wieder geklappt hat“, so Trainer Ostermann, der aber im gleichen Atemzug Schwesterchen Lena Jansen lobte: „Lena hat uns im 3. Satz den A…. mit ihren zwei Aufschlagserien gerettet, als wir nach zwei gewonnen Sätzen einfach zu sorglos im 3. Satz agierten“.

Aber der Reihe nach:

Der 1. Satz war lange ausgeglichen. Die hoch gewachsenen Wietmarscherinnen, als Tabellenvorletzter auf die letzte Chance im Abstiegskampf auf einen Sieg hoffend, waren nicht gewillt, sich kampflos aus der Liga zu verabschieden und waren lange ebenbürtig. Zu Mitte des Satzes zeichnete sich dann aber Cappelns Überlegenheit im Aufschlagspiel und im Spielaufbau ab und man konnte sich leicht absetzen (18:13) und den Vorsprung halten. „Im 2. Satz haben wir dann auch taktisch einfach besser gespielt“, freute sich Ostermann, weil seine Damen die schwächeren Annahmespielerinnen des Gegners und die Lücken im Abwehrriegel gefunden hatten.“ Hannah Thunert hatte da einen großen Anteil am Spielgeschehen. Aber auch Veronika Möller profitierte vom schwächeren Angriffsspiel der Grafschaftlerinnen und konnte insbesondere nach Dankeballaktionen ihre Angreiferinnen Judith Theilmann, Karo Meyer, Christina Schumacher und Katharina Ostermann immer wieder gut in Szene setzen. Satz 2 war nach 18 Minuten mit 25:13 gewonnen.

Im Satz 3 ließ – wie so oft nach zwei gewonnenen Sätzen – die Spannung nach und man baute den Gegner unnötig auf. Aber nach einem 2:8 konnte Lena Jansen mit guten Aufschlägen Cappeln zunächst in Führung und in der 2. Runde mit sechs weiteren Aufschlägen in Richtung 3:0 bringen (21:18).

Da das Cappelner Spiel bereits nach 69 Minuten beendet war, aber die Matches der anderen Spiele noch liefen, hatte man kurzfristig die Tabellenführung inne !!     Eine Momentaufnahme mit der Lust auf mehr.

„Man spürt richtig, wie nach den eng getakteten Spielen im Dezember und den Weihnachtsstress jetzt wieder die Freude am Volleyball bei den Mädels einsetzt“, freut sich Coach Ostermann auf den Saisonendspurt. „Da geht noch was!!!“

Kader: Hannah Thunert, Judith Theilmann, Veronika Möller, Christina Schumacher, Tanja Jansen, Lena Jansen, Karo Meyer, Katharina Ostermann, Romy Kokenge

Cappeln zum zweiten Mal nach Wietmarschen

Der Spielplan mit elf Mannschaften in der Liga führt dazu, dass es zwischen dem SVC und dem SVW kein klassisches Heim- und Rückspiel gibt. So müssen die Cappelner nun zum zweiten Mal bei der Drittliga-Reserve in Wietmarschen antreten.

Vom Papier her wird Cappeln als klarer Favorit gesehen, besteht für den Aufsteiger Wietmarschen bei noch sechs ausstehenden Spielen und einer theoretisch maximalen Punkteausbeute von 18 Punkten wohl nur noch eine kleine Hoffnung auf den Klassenerhalt. „In dieser ausgeglichenen Liga hat der Tabellenletzte schon den Tabellenzweiten geschlagen“, warnt Trainer Ostermann davor, den nächsten Gegner zu unterschätzen.

Allerdings ist der Weg bis zum Relegationsplatz (Platz 7) für die Grafschaftlerinnen noch erreichbar, wenn man zumindest drei Siege holt und Salzbergen nicht mehr gewinnt. „Aber wir sollten nicht auf Wietmarschen schauen, sondern auf unseren Punktestand“, will Ostermann noch mindestens drei Punkte, um selbst nicht noch in den Abstiegsstrudel gerissen zu werden.

Und so ein bisschen schielt man auch noch an die Tabellenspitze….

Aber mit den besten Voraussetzungen reist der SV Cappeln nicht an, hatte man in dieser und letzten Woche doch einige Trainingsausfälle zu beklagen. Zudem droht Libera Sonja Heyer studienbedingt auszufallen.

Kader: Karoline Meyer, Katharina Ostermann, Veronika Möller, Judith Theilmann, (vielleicht Sonja Heyer), Lena Jansen, Hannah Thunert, Christina Schumacher, Romy Kokenge, Konstantina Tsironis und Ida Marie Preut mit Fragezeichen

Grandiose Zuschauer puschen den SVC zu zwei Siegen

Nach zwei Stunden und 14 Minuten hatte der SVC mit toller Unterstützung von ca. 120 Zuschauern den Aufstiegsanwärter aus Emden mit 3:2 niedergerungen. Im 2. Spiel im Derby gegen Löningen ging das Match ebenfalls über zwei Stunden; und auch hier durfte der SVC einen Sieg feiern (3:1).

„Diese Spiele gingen enorm an die Substanz, aber wir wurden in beiden Spielen von den Zuschauern getragen“, freute sich Trainer Ostermann über die Bombenstimmung in der Cappelner Turnhalle. „Das war Gänsehautfealing“.

Das Spiel gegen Emden begann auf beiden Seiten äußerst nervös. Viele Aufschlagfehler prägten den Anfang und erst beim Stand von 4:4 fand Cappelns erster richtiger Angriff durch Christina Schumacher das Ziel ins Feld der Ostfriesinnen. Beide Mannschaften spielten zwar fehlerbehaftet im Abtastmodus, doch es entwickelten sich zusehends immer bessere Ballwechsel. Beim Stande von 16:22 kam dann Katharina Ostermann ins Spiel und mit der Aufschlagserie von Veronika Möller konnte der Spielstand bei 23:23 wieder egalisiert werden. Doch Borssum nutzte den ersten Satzball und ging mit 1:0 in Führung.

Derby gegen Löningen/Richtungsweisende Spiele

Nachdem der Start ins Neue Jahr vor 14 Tagen misslungen ist, will Cappeln in den zwei Heimspielen wieder auf Punktejagd gehen.

Gegner ist zum einen der BW Emden-Borssum, gegen den es im Hinspiel eine glatte 3:0-Niederlage gab und zum anderen im Derby gegen Löningen. Hier konnte sich der SVC im Hinspiel mit einem 3:1 durchsetzen.

Nur mit zwei Siegen kann der SVC den Anschluss an die Tabellenspitze halten. Zwei Niederlagen würden dagegen Cappeln in die Nähe der Abstiegszone bringen.

Der VfL Löningen dagegen benötigt die Punkte in Cappeln dringender denn je, denn mit dem derzeitigen Platz würde man in die Relegation müssen.

„Emden-Borssum strebt den Wiederaufstieg in die Oberliga an und muss dafür in Cappeln auch unbedingt gewinnen“, weiß Trainer Ostermann.